Der Sport hat in unserer Gesellschaft einen wichtigen sozialen Stellenwert.

Ein Konflikt kann darin bestehen, dass Sporttreibende ein berechtigtes Interesse daran haben, möglichst gut erreichbare Sportstätten in den Innenbereichen der Kommunen als auch in und in der Nähe von Wohngebieten vorzufinden und zu nutzen. Anlieger und Nachbarn von Sportstätten haben wie bei allen anderen Anlagen, von denen Lärm ausgeht, ein Recht auf Ruheschutz.

Ein solches Recht besteht in Bezug auf Industrieanlagen, auf Gaststätten, Diskotheken und sonstige gewerbliche Einrichtungen und damit eben auch in Bezug auf Sportstätten.

Sportgeräusche haben besondere Eigenarten, da es sich überwiegend um menschliche Geräusche handelt, bei körperlicher Anstrengung und Trainingsanleitung, Freudenrufe als auch Unmutsbezeugungen, Meinungsbekundungen und Applaus von Zuschauern. Hinzu kommen Geräusche der unterschiedlichen Spielgeräte, von Schiedsrichterpfeifen als auch die Geräusche der Platzpflege, die allesamt laut sein können. Besondere Störwirkung tritt ein, wenn Geräusche Informationen vermitteln, so dass beim Mithörer ungewollt besondere Aufmerksamkeit entsteht.

Das Nebeneinander von Sportstätten und Wohnbebauung kann zudem gestört werden, wenn es zu mehr oder anderen Nutzungen der Sportstätten kommt.

Zur besseren Beurteilung von Sportgeräuschen wurde 1991 die Sportanlagen- lärmschutzverordnung – 18. BImSchV geschaffen. Danach sind beim Betrieb jeder Sportanlage die Lärmschutzbedürfnisse der Nachbarn zu berücksichtigen, in zeitlicher Hinsicht auch das unterschiedliche Ruhebedürfnis während der Tages- und Nachtzeit und zu bestimmten Ruhezeiten an Abenden und an Sonn- und Feiertagen.

Weitere rechtliche Hinweise und Informationen hierzu finden Sie links in der Navigation unter Urteile Sport und nützliche Links.